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Scheidung - Was wird aus bestehenden Versicherungen?

Wenn ein Paar sich trennt, geht’s in vielerlei Hinsicht ans Eingemachte. Nicht nur über Geschirr, Bücher und Möbel, sondern auch über Versicherungen wird gestritten.

 

Was gibt es in diesem Fall zu beachten? Welche Versicherungen gehören wem, können übernommen oder müssen neu beantragt werden?

 

Alle vorhanden Verträge müssen überprüft werden, am besten vor der rechtsgültigen Trennung. Veränderungen bei der Bankverbindung, Wohnanschrift und vor allem Namenswechsel müssen dem Versicherer mitgeteilt werden.

 

Hausratversicherung

Es hängt davon ab, wer aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Nach wie vor bleibt der Hausrat des Versicherungsnehmers versichert, d.h. der Partner muss sich um eine neue Police kümmern.

 

Kfz-Versicherung

Wenn Sie bisher kein eigenes Auto besessen haben, benötigen Sie nach der Trennung für das neue, eigene Auto eine eigene Kfz-Versicherung. Erworbene Rabatte des Ex-Partners können Sie nicht übernehmen.

 

Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Der mitversicherte Partner muss sich, spätestens drei Monate nach der rechtsgültigen Scheidung, selbst um eine eigene Krankenversicherung kümmern. Kinder können in der GKV mitversichert werden.

Private Krankenversicherung (PKV): Der in der PKV mitversicherte Partner kann mit einem eigenen Vertrag in der PKV verbleiben. Die Kinder können ebenso in der PKV versichert bleiben.

 

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung wird als Teil der Zugewinngemeinschaft gesehen. Bei einer Kündigung verlieren beide Partner nicht nur den Versicherungsschutz, sondern meist auch viel Geld.

Zuerst sollten Sie alle möglichen Alternativen prüfen, wie Beitragsfreistellung, Teilkündigung, Güterausgleich, Bezugsrechtsänderung.

 

Betriebliche Altersversorgung

Lebensversicherungen, die über den Arbeitgeber abgeschlossen wurden, werden beim Versorgungsausgleich der gesetzlichen Rente gleichgestellt. Sie werden in der Regel aufgeteilt, außer es wurde ein Verzicht hierauf im Ehevertrag vereinbart.

 

Privat-Haftpflichtversicherung

Bis zur rechtsgültigen Scheidung bleiben beide Ehepartner versichert, auch wenn Sie vorher schon getrennt leben. Danach benötigt der Partner, der bisher ohne Extrabeitrag mitversichert war, einen eigenen Vertrag. Die Kinder bleiben sowohl durch den Vater als auch durch die Mutter mitversichert.

 

Rechtsschutzversicherung

Die Versicherung gilt nach einer Scheidung nur noch für den Versicherungsnehmer und seine Kinder. Der bisher mitversicherte Ehepartner hat keinen Schutz mehr. Sind beide früheren Ehepartner als Versicherungsnehmer eingetragen, muss der Versicherer informiert werden, wer von beiden die Police übernimmt. Für die Anwaltskosten der Scheidung kommt eine Rechtsschutzversicherung in der Regel nicht auf – teilweise werden die Kosten einer Erstberatung übernommen.

 

Unfallversicherung

Hier sollte überprüft werden, wer Versicherungsnehmer und Beitragszahler ist. Ist die Familie über einen einzigen Vertrag versichert, können die Familienmitglieder ihre Vertragsanteile in der Regel übernehmen.

 

Wohngebäudeversicherung

Es gilt folgender Grundsatz: Wer im Rahmen einer Scheidung das Haus behält oder übernimmt und im Grundbuch eingetragen ist, bleibt oder wird Versicherungsnehmer.

 

Es ist sinnvoll, sich so früh wie möglich mit diesem Thema zu befassen, damit keine Lücken im Versicherungsschutz entstehen.

 

Vereinbaren Sie einen Termin und verschaffen Sie sich Klarheit.

 


8.04.14